Immobilienmarkt 2024: Welche Städte in Deutschland sind am lukrativsten?
Experten sprechen von einer Trendwende auf dem Immobilienmarkt: Erstmals seit zwei Jahren steigen die Preise für Häuser und Wohnungen wieder an. In den führenden Metropolen zeigt sich jedoch ein sehr uneinheitliches Bild des Anstiegs.

Im zweiten Quartal sind die Immobilienpreise in Deutschland erstmals seit zwei Jahren wieder gestiegen. Das gilt sowohl für Eigentumswohnungen als auch für Ein- und Mehrfamilienhäuser, deren Werte im Vergleich zum Vorquartal zugenommen haben, wie der Immobilienpreisindex Greix des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) zeigt. Der Index basiert auf notariell beglaubigten Verkaufspreisen und gilt daher als verlässlicher Indikator für die Entwicklung auf dem Immobilienmarkt.
Demnach haben die Preise für Wohnungen im Vergleich zum ersten Quartal des Jahres zwischen April und Juni um 2,4 Prozent zugelegt. Bei Einfamilienhäusern stiegen die Preise um 2 Prozent, während die Kaufpreise für Mehrfamilienhäuser sogar um 4,4 Prozent zunahmen – im Vorquartal waren sie jedoch noch um über 10 Prozent gefallen. In diesem Segment gibt es allerdings nur wenige Verkäufe, was zu starken Schwankungen führt und die Aussagekraft einschränkt, betonen die Studienautoren.
Auch inflationsbereinigt, gemessen an der aktuellen Kaufkraft, haben Immobilien erstmals seit zwei Jahren wieder an Wert gewonnen. „Die Trendwende auf dem Immobilienmarkt ist eingeleitet“, erklärt Jonas Zdrzalek, Immobilienexperte am IfW Kiel. Die Unsicherheit der letzten Jahre und Monate scheint abzunehmen, und die Aussicht auf sinkende Zinsen stabilisiert den Markt. „Investoren scheinen wieder Vertrauen in die langfristige Wertsteigerung von Immobilien zu fassen“, fügt Zdrzalek hinzu. Ein weiterer Einflussfaktor ist der Einbruch im Neubaugeschäft, der das Angebot verknappt und die Preisdynamik stützt.